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ZAHLUNGSGEWOHNHEITEN
Seit zehn Jahren untersucht eine Studie von EOS, wie sich das Forderungsmanagement in Europa entwickelt. Die gute Nachricht: Die Zahlungsmoral hat sich in dieser Zeit verbessert. Die weniger gute: Diese Tendenz wird sich nicht fortsetzen. Doch Inkasso kann die Liquidität von Unternehmen deutlich stärken.

Wirtschaftsmotor Inkasso: EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2017

Weltweit sind zu spät bezahlte oder unbezahlte Rechnungen ein unternehmerisches Risiko für Firmen. Der Effekt der Zahlungsmoral auf Unternehmen und damit die Wirtschaft sollte nicht unterschätzt werden. Die EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ zeigt den Status quo in Europa.

Europa

Positiver Trend für die letzten zehn Jahre

Erfreuliche Entwicklung in Europa: Fast jedes dritte Unternehmen bekundet, die Zahlungsmoral seiner Kunden habe sich in den vergangenen zehn Jahren verbessert. Vor allem Unternehmen in Polen, Kroatien und Deutschland nehmen die Entwicklung des Zahlungsverhaltens sehr positiv wahr. Griechische, britische, bulgarische und ungarische Unternehmen sehen hingegen eine negative Tendenz.

Dies zeigt die EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2007–2017, die EOS in diesem Jahr zum zehnten Mal in Zusammenarbeit mit renommierten Marktforschungsinstituten erstellt hat. Mehr als 22.000 Telefoninterviews mit Entscheidern im Bereich des Forderungsmanagements flossen in die Untersuchung ein. „Diese fundierte Datenbasis erlaubt unter anderem verlässliche Einschätzungen über die Zusammenhänge von Zahlungszielen und Zahlungsmoral in Europa“, sagt Klaus Engberding, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe.

Insgesamt nimmt die Termintreue zu: So begleichen Kunden 2017 rund 78 Prozent der Rechnungen fristgerecht. Das sind drei Prozentpunkte mehr als 2014 (siehe Grafik unten).

Kunden zahlten zunehmend pünktlich Wie hoch ist der Anteil der termingerecht beglichenen Forderungen? Wie wird sich das Zahlungsverhalten Ihrer Kunden in den nächsten zwei Jahren verändern?<p class='small c_grey-lll'>Quelle: EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2007–2017; n = 4.027/3.812/3.719/3.409 (2017/2016/2015/2014); vor 2014 nur Trend</p>
Kunden zahlten zunehmend pünktlich

Wie hoch ist der Anteil der termingerecht beglichenen Forderungen? Wie wird sich das Zahlungsverhalten Ihrer Kunden in den nächsten zwei Jahren verändern?

Quelle: EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2007–2017; n = 4.027/3.812/3.719/3.409 (2017/2016/2015/2014); vor 2014 nur Trend

Weniger optimistisch für die Zukunft

Deutlich skeptischer blicken die Studienteilnehmer allerdings in die Zukunft. 77 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die Zahlungsmoral in den kommenden Jahren nicht weiter verbessern wird. Dabei sind osteuropäische Unternehmen (76 Prozent) weniger pessimistisch als westeuropäische (80 Prozent). Von den insgesamt 77 Prozent gehen 18 Prozent der Befragten davon aus, dass sich das Zahlungsverhalten der Kunden verschlechtern wird.

Noch belassen westeuro­päische Unternehmen das Zahlungsziel 2017 im Schnitt unverändert bei 33 Tagen, osteuropäische Firmen haben es um einen Tag auf 37 Tage gesenkt. „Sollten sich die Zahlungsziele allerdings in den nächsten Jahren wieder verlängern, gehe ich davon aus, dass sich die Zahlungsmoral verschlechtern könnte. Denn gemeinhin sinkt dadurch der Anteil pünktlicher Zahlungen“, sagt Engberding.

Europa

Inkasso als Treibstoff für die Wirtschaft

Professionelles Forderungsmanagement verschafft dem Wirtschaftskreislauf wichtige Liquidität. Die Befragten der EOS Studie geben an, durch die Zusammenarbeit mit Dienstleistern im Schnitt rund acht Prozent ihres Umsatzes ins Unternehmen zurückführen zu können. Besonders hoch stufen in Westeuropa deutsche (8 Prozent ihres Umsatzes) und französische (7 Prozent) Firmen den finanziellen Nutzen ein.

In Osteuropa gewinnen insbesondere rumänische (13 Prozent), kroatische (12 Prozent) und tschechische (11 Prozent) Unternehmen durch die Kooperation mit externen Inkasso­experten. „Europäische Firmen profitieren deutlich von einer Zusammenarbeit mit Inkassospezialisten: Dienstleister stärken den Cashflow der Unternehmen, während diese sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können“, fasst Engberding zusammen.

Der verbesserte Liquiditätsfluss stärkt nicht nur die einzelnen Unternehmen, er verhindert auch einen Domino-Effekt von Zahlungsausfällen: „Mithilfe von professio­nellem Inkasso setzen Unternehmen beim Zahlungsausfall ihrer Kunden an – dem Hauptgrund für einen etwaigen eigenen Zahlungsverzug. In allen befragten Ländern verwenden Firmen die zurückgeführte Liquidität zuallererst, um eigene Verbindlichkeiten zu begleichen“, erklärt Engberding.

Darüber hinaus nutzen Unternehmen die gewonnene Liquidität, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern, zu expandieren sowie für Forschung und Entwicklung. „So kann professionelles Inkasso Unternehmen dabei unterstützen, ihre Wachstumsstrategie voranzutreiben“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung.

Mehr Liquidität für den Wirtschaftskreislauf Professionelles Forderungsmanagement stärkt den Cashflow und die Wirtschaftskraft von Unternehmen. 41 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, durch Inkasso einen Teil ihres Umsatzes ins Unternehmen zurückzuführen.<p class='small c_grey-lll'>Quelle: EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2007–2017 n = 3.200</p>
Mehr Liquidität für den Wirtschaftskreislauf

Professionelles Forderungsmanagement stärkt den Cashflow und die Wirtschaftskraft von Unternehmen. 41 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, durch Inkasso einen Teil ihres Umsatzes ins Unternehmen zurückzuführen.

Quelle: EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2007–2017 n = 3.200

„Wie ist die Ent­wicklung euro­päischer Zahlungs- gewohn­heiten? “Darüber spricht Ulrike Zajicek, Senior Marketing Consultant, mit Blick in die Zukunft

Forschung rund ums Forderungs­management

STUDIEN
EOS Untersuchungen belegen das wachsende Outsourcing in Bulgarien und zeigen die Herausforderungen für das Inkasso amerikanischer Krankenhäuser auf.

Bulgarien

Forderungsverkäufe steigen weiter

Bulgarische Gläubiger setzen verstärkt auf den Verkauf von B2C-Forderungen. So stieg das Volumen dieser Portfolios 2016 auf umgerechnet 460 Millionen Euro (siehe Grafik). Dies zeigt eine aktuelle Studie von EOS Matrix und den 15 weiteren Mitgliedern des Verbands bulgarischer Inkassounternehmen (ACABG). Gleichzeitig übergaben Unternehmen weniger B2C-Forderungen zur treuhänderischen Bearbeitung an Inkassospezialisten. Ihr Volumen sank 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent. „Aufgrund der großen Volumina verkaufter Forderungen gehen weniger Fälle ins Treuhandinkasso“, sagt Rayna Mitkova-Todorova, Geschäfts­führerin von EOS Matrix in Bulgarien und Präsidentin des ACABG.

Mehr B2C-Forderungen verkauft Das Volumen verkaufter notleidender Forderungen gegenüber Privathaushalten an Inkassobüros wuchs in Bulgarien 2016 um rund 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Volumen der verkauften B2C-Forderungen in TEUR<p class='small c_grey-lll'>Quelle: Verband der bulgarischen Inkassounternehmen (ACABG); 2017; n = 16</p>
Mehr B2C-Forderungen verkauft

Das Volumen verkaufter notleidender Forderungen gegenüber Privathaushalten an Inkassobüros wuchs in Bulgarien 2016 um rund 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Volumen der verkauften B2C-Forderungen in TEUR

Quelle: Verband der bulgarischen Inkassounternehmen (ACABG); 2017; n = 16

Im Bereich der B2B-Forderungen stieg die Zahl der Treuhand-Fälle deutlich. So übergaben Unternehmen 2016 Geschäftskundenforderungen mit einem Volumen von 75 Millionen Euro an Dienstleister – 66 Prozent mehr als im Vorjahr. „Diese Entwicklung belegt, dass das Vertrauen der Unternehmen in die Inkassobranche spürbar wächst“, erklärt Mitkova-Todorova.

USA

Belastete Klinikbudgets durch zunehmende Forderungsausfälle

Eine schlechtere Zahlungsmoral belastet zunehmend die Budgets von US-Kliniken. Das zeigt eine Studie von EOS Healthcare in den USA, für die 166 Teilnehmer aus Krankenhäusern mit mehr als 250 Betten befragt wurden. Gut die Hälfte der Befragten registriert eine Zunahme von notleidenden und ausgefallenen Forderungen.

Anforderungen an Forderungskäufer Welche Bedingungen müsste ein Forderungskäufer in Ihren Augen erfüllen?<p class='small c_grey-lll'>Quelle: EOS USA „Debt Purchase Trends Survey Results“; 2017; n = 78; Aus rechentechnischen Gründen treten in der Grafik Rundungsdifferenzen auf.</p>
Anforderungen an Forderungskäufer

Welche Bedingungen müsste ein Forderungskäufer in Ihren Augen erfüllen?

Quelle: EOS USA „Debt Purchase Trends Survey Results“; 2017; n = 78; Aus rechentechnischen Gründen treten in der Grafik Rundungsdifferenzen auf.

Um Forderungsausfälle zu begrenzen, setzen 80 Prozent der Hospitäler auf professionelle Hilfe von Inkassodienstleistern. Allerdings ­gaben nur knapp neun Prozent der Studienteilnehmer an, schon einmal ­Forderungen verkauft zu haben. „Gleichzeitig belegt die Untersuchung, dass Krankenhäuser ihren Cashflow künftig verstärkt über Forderungsverkäufe verbessern könnten. Knapp 40 Prozent der Befragten zeigten sich offen dafür, künftig Forderungen zu veräußern“, sagt Todd Van Meter, Geschäftsführer von EOS Healthcare. Sie legen vor allem Wert darauf, dass der Käufer über ein Compliance-Management-System verfügt und die Forderungen nicht weiterverkauft (siehe Grafik). „Seriöse Inkassospezialisten erfüllen diese Kundenerwartungen“, so Van Meter.